Film Super Mario

Voller Kinosaal am 18.04.2026 in Hachenburg! Überraschend viele ukrainische Familien sind dem Angebot von Frau Karin Leicher (Cinexx), Martin Fries (AK Integration und Asyl) und Martina Groß (Freie Ev. Gemeinde Hachenburg) gefolgt. 

Pfarrer i.R. und Dekan a.D. Martin Fries und Martin Groß begrüßten die ukrainischen Familien zu diesem besonderen Event. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Aufgrund der großen Nachfrage überlegen die Veranstalter, zukünftig ukrainischen Familien öfters eine solche Möglichkeit anzubieten. 

Sprachkurse

Sprachkurse für Geflüchtete bieten Geflüchteten die Vermittlung erster Sprachkenntnisse an. Vor allem Frauen profitieren von diesem Angebot, da ihnen oft wegen der Kindererziehung nicht die Möglichkeit gegeben ist, andere Sprachkurse zu nutzen. Die Kurse werden von Montag – Mittwoch und am Freitag jeweils von 9-11 Uhr im Ev. Gemeindehaus Altstadt angeboten. Leiterin ist: Christiane Menguy, 02662 – 945708.

Einzelfallbetreuung

Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit des AK Integration sind ganz konkrete Hilfen bei Übersetzungsarbeiten, Ausfüllen von Formularen, Begleitung zu Ärzten und Rechtsanwälten, zur Kreisverwaltung und Verwaltungsgerichten. Auch bei Fragen des Schulbesuchs von Kindern und der Vermittlung von Wohnungen, Arbeit und Beschäftigung

Pfarrer und Dekan i.R. Martin Fries

Kulturelle Arbeit

Im Rahmen seiner Kulturarbeit bietet der AK Integration und Asyl Vorträge, Ausstellungen, kulturelle Veranstaltungen wie zuletzt mit Aeham Ahmad, dem „Pianisten aus den Trümmern von Damaskus“ an. Dazu einen Gottesdienst im Herbst im Rahmen der Interkulturellen Woche in Zusammenarbeit mit der Flüchtlingsseelsorger der EKHN. 

Vernetztes Handeln

Wegen der Unterstützung der Sprachkurse arbeitet der AK Integration und Asyl mit der Verbandsgemeinde Hachenburg und dem Regionalen Diakonischen Werk zusammen. Eine Mitarbeiterin der Diakonie begleitet auch den Sprachtreff. Weitere Kooperationspartner sind das Pfarramt für Geflüchtete der Ev. Kirche in Hessen und Nassau und die Caritas im Westerwald. Die Arbeit der Mitglieder des Arbeitskreises Integration und Asyl wird auf ehrenamtlicher Basis geleistet. Dennoch fallen Kosten für Sachmittel oder Mieten an, die aus Fördertöpfen des Landes, aus Mitteln der Erwachsenenbildung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und aus Spenden finanziert werden. Die Verbandsgemeinde Hachenburg unterstützt den Arbeitskreis seit seiner Gründung mit einem jährlichen Geldbetrag. Verbandsbürgermeister Peter Klöckner bezeichnet die Integration von geflüchteten Menschen als sein persönliches Anliegen: „Es war selbstverständlich, den Arbeitskreis Integration und Asyl der Evangelischen Kirchengemeinde Altstadt von Anfang an zu unterstützen. Der Arbeitskreis bietet wertvolle Hilfen wie Kursangebote, die wir als Kommune in dieser Weise nicht leisten können. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, möglichst viele Mitbürger für die Unterstützung der hilfebedürftigen Flüchtlinge zu gewinnen und dies gelingt in vorbildlicher Weise. Ganz im Sinne des afrikanischen Sprichwortes: „Viele kleine Menschen, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Angesicht der Welt verändern!“ können wir so gemeinsam einen Beitrag zum Frieden bei uns und in der Welt leisten.“

Unterstützer gesucht

Zur Entlastung der Mitarbeiter ist der Arbeitskreis Integration und Asyl auf Hilfe angewiesen. Gesucht werden weitere Helfer- auch für zeitlich begrenzte Unterstützung bei Fahrten zu Behörden oder ähnlichem – und Übersetzer – sehr gerne für Arabisch. Auch finanzielle Hilfe ist notwendig. Spenden, auch Dauerspenden, natürlich steuerlich absetzbar, sind sehr willkommen.

Ev. Regionalverwaltung Rhein-Lahn-Westerwald,
IBAN DE38 5735 1030 0002 0290 23
BIC: MALADE51AKI,
Kennwort: 3903.2100.00.2200 Spende AK Asyl 

Die Teamer laden Sie herzlich ein zur Mitarbeit, damit aus Fremden Nachbarn werden können. Kontakt: 02662 – 949321. 

Ehrungen

Im Jahr 2013 erhielt der Arbeitskreis Integration und Asyl im Rahmen des Ehrenamtsempfangs der Stadt Hachenburg eine besondere Anerkennung und konnte seine Arbeit im Festsaal im Hachenburger Schloss der Öffentlichkeit vorstellen. Ein besonderer Moment war die Teilnahme am Bürgerempfang in der Staatskanzlei in Mainz mit einer Begegnung mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Jahr 2015.

Bundesverdienstkreuz für Magret Haas

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Margaret Haas das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verleihen. Im Namen des Ministerpräsidenten hat Herr Staatssekretär Janosh Littig im Ministerium für Familie, Frauen Kultur und Integration in Mainz das Bundesverdienstkreuz an Margaret Haas überreicht. 

Margaret Haas stammt aus Neuseeland. 1984 hat sie den Ausländerbeirat in Karben bei Frankfurt mitgegründet und war mehrere Jahre dessen Vorsitzende. Seit 1993 war sie Mitglied des erstmals gewählten Ausländerbeirates und wurde dessen Vorsitzende von 1993-2001. 

Von 1998 - 2001 nahm sie am Kontaktstudium „Interkulturelle Kompetenz“ an Universität Oldenburg teil. Danach arbeitete sie als Koordinatorin bei der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte in Hessen und als Mitarbeiterin des Integrationsbeirats des Wetteraukreises. 

Im Jahr 2004 zog sie mit Ihrem Mann nach Wahlrod und suchte sofort Kontakt zum Arbeitskreis Integration und Asyl. Ab 2006 leitete sie die Sprachkurse und ab 2008 den Internationalen Frauentreff in der Kirchengemeinde Altstadt. Außerdem hat sie sich für die Begleitung von Geflüchteten und die Kulturarbeit des AK Integration und Asyl eingesetzt.

Verleihung der Bundesverdienstkreuzes
Eine zweite Heimat geben 20 Jahre Arbeitskreis Integration und Asyl in Hachenburg

Pressemitteilung des Evangelischen Dekanats Westerwald  Westerburg, 13.04.2021

Hachenburg Seit 20 Jahren leistet der Arbeitskreis Integration und Asyl einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Stadt und der Verbandsgemeinde Hachenburg. Er ist eine Zusammenarbeit der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in Hachenburg. Hervorgegangen ist der Arbeitskreis aus einem Gesprächskreis der Evangelischen Kirchengemeinde Altstadt, der sich mit dem Thema „Fremde in der Bibel“ beschäftigt hat. Daraus resultierend veranlasste der Pfarrer der Kirchengemeinde und Dekan des ehemaligen Dekanats Bad Marienberg, Martin Fries, ein Treffen, zu dem in der Region Hachenburg gemeldete Geflüchtete und Kirchengemeindemitglieder eingeladen waren. Die Resonanz von rund 50 Teilnehmenden war für die Organisatoren überraschend groß. Die teilnehmenden Geflüchteten baten vor allem um Sprachkurse und Einzelfallhilfen. So wurde im Januar 2001 der „AK Asyl“ gegründet, um eine dauerhafte Unterstützung von Asylsuchenden im Raum Hachenburg zu ermöglichen. „Für mich war immer die weltweite Ökumene wichtig“, sagt Martin Fries. „Wir haben durch die Geflüchteten die Welt vor unserer Haustür. Mir ist es wichtig, dass wir Menschen unterstützen, gleich welcher Religion sie angehören und sie hier zu stabilisieren. Wir bieten ihnen Kontakt und Hilfestellung, damit sie hier Schutz und Sicherheit finden können.“

Inzwischen sind auch viele ehemalige Hilfesuchende Helfer im Arbeitskreis Integration und Asyl. Der Arbeitskreis arbeitet konfessionsübergreifend, die Mitarbeiter*innen sind evangelisch, katholisch, syrisch-orthodox, anglikanisch, muslimisch oder konfessionslos.